Unsere Produkte

Industrielle Lüftungstechnik.

Dichter, verlustfreier und langlebiger Gastransport in korrosiven Prozessen.

Der Wirkungsgrad bemisst sich an der Güte aller Leitungen — von der Quelle der Emission bis in die Atmosphäre.

Der Wirkungsgrad einer industriellen Lüftungsanlage entscheidet sich nicht allein an der Wahl des richtigen Ventilators oder Wäschers, sondern an der Güte aller Leitungen, die die Abluft von der Quelle bis in die Atmosphäre durchläuft. Saure Dämpfe, feuchte Abgase und aggressive Lösemittel zersetzen gewöhnliche verzinkte oder aus Edelstahl gefertigte Kanäle binnen kurzer Zeit — beginnend an den Schweißnähten — und führen zu gefährlichen Gasaustritten im Betrieb. Um diesen zerstörerischen Kreislauf zu durchbrechen, projektieren wir die gesamte Leitungsführung aus Thermoplasten wie Polypropylen (PP), Polyethylen (HDPE) und PVDF.

Luftkanäle aus Kunststoff Die Hauptadern der Anlage — nahtlose Thermoplastleitungen

Sie sind die Hauptadern des Systems, über die toxische und korrosive Gase sicher aus dem Betrieb zu den Reinigungsanlagen oder in die Atmosphäre geführt werden. Anders als Metallkanäle sind sie innen wie außen vollständig gegen Säuredämpfe beständig. Je nach Gebäudestruktur und Volumenstrom werden sie rund oder rechteckig gefertigt, mit Reibungsbeiwerten, die den aerodynamischen Widerstand minimieren.

Luftkanäle aus Kunststoff
Luftkanäle aus Kunststoff — 2
Luftkanäle aus Kunststoff — 3
Luftkanäle aus Kunststoff — 4
Systemkomponenten
  • Thermoplastische Hauptleitungen: Rohrprofile aus PP, HDPE oder PVC, nach chemischer Last und Temperatur des Prozesses gewählt und nahtlos geformt oder stumpfgeschweißt.
  • Dichte Verbindungselemente (Flansch und Muffe): Dichte Flanschverbindungen mit säurebeständigen Dichtungen aus EPDM oder Viton, die Montage und Demontage erleichtern.
  • Dynamische Aufhängungen und Abstützungen: Tragkonsolen mit schwingungsdämpfenden Gleitlagern, die die Wärmedehnung und -schrumpfung der Kunststoffkanäle aufnehmen.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Oberflächen- und Galvanikbetriebe: Komplexe Kanalnetze, in denen schwere Salz- und Schwefelsäuredämpfe aus den Bädern über weite Strecken geführt werden, ohne in die Halle auszutreten.
  • Chemikalienlager: Absaugstrecken, über die geschlossene Lagerräume mit aggressiven Rohstoffen dauerhaft und sicher mit Frischluft gespült werden.
  • Lebensmittel- und Pharmaindustrie: Waschbare, hygienische Abluftleitungen für Bereiche, in denen Metallabrieb und Rost ausgeschlossen sein müssen.

Keine Korrosion und keine Leckage. Metallkanäle geben mit der Zeit an den Fügestellen — Silikonnähten oder Nieten — Säure ab. Kunststoffkanäle werden durch Extrusionsschweißung molekular verbunden, sodass die Strecke ein einziges Bauteil bildet und dauerhaft dicht bleibt.

Strömungstechnisch erzeugen runde Kanäle stets den geringsten Druckverlust und die wenigsten Verwirbelungen. Bei begrenzter Hallenhöhe oder beengtem Layout kommen jedoch rechteckige Kanäle mit strömungsgünstig berechneten Umlenkungen zum Einsatz, um enge Stellen zu durchqueren.

Damit die Luftgeschwindigkeit weder so niedrig ist, dass sich Partikel absetzen, noch so hoch, dass der Ventilator überlastet wird, werden in den Hauptleitungen meist 10 bis 15 m/s angestrebt. Unsere Ingenieure modellieren die Durchmesser so, dass Ihr Volumenstrom mit dem geringsten Energieaufwand gefördert wird.

Ja. Für Außentrassen setzen wir statt Standard-PP UV-stabilisiertes HDPE oder besonderes schwarzes PP ein und schließen damit Versprödung und Rissbildung durch Sonnenstrahlung vollständig aus.

Kunststoffkamine und Jet-Cap-Systeme Abluftkamine mit senkrechtem Ausstoß

Das sind senkrechte Bauwerke, über die die gereinigte Luft aus Gaswäschern oder die Prozessabluft mit passender Geschwindigkeit und Höhe sicher an die Atmosphäre abgegeben wird. Vor allem der am Austritt sitzende Jet-Cap wirft das Gas — anders als klassische Schirmhauben — senkrecht nach oben, ohne dessen kinetische Energie zu brechen, verhindert das Absinken der Emission auf das Werksdach und lässt kein Regenwasser eindringen.

Kunststoffkamine und Jet-Cap-Systeme
Kunststoffkamine und Jet-Cap-Systeme — 2
Kunststoffkamine und Jet-Cap-Systeme — 3
Kunststoffkamine und Jet-Cap-Systeme — 4
Systemkomponenten
  • Aerodynamischer Jet-Cap-Kopf: Eine leistungsfähige Austrittshaube, die die Abluft durch einen sich verengenden Konus beschleunigt und in deren Mitte eine Sammelwand das Regenwasser nach außen abführt.
  • Modularer Kaminschaft: Thermoplastische Schäfte, nach statischen und dynamischen Windlasten sowie Erdbebennormen verstärkt oder außen mit einem Stahlgerüst abgestützt.
  • Messöffnungen und Bühnen: Probenahmestutzen und Arbeitsbühnen nach behördlichen Vorgaben und internationalen Normen (EPA/ISO), ausgelegt nach den Regeln der Arbeitssicherheit.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Chemie- und Petrochemieanlagen: Kamine, über die Verbrennungsgase und Reaktoremissionen in höhere Luftschichten gelangen, ohne die Gesundheit der Beschäftigten zu gefährden.
  • Austritte industrieller Kessel und Öfen: Austrittsstellen, an denen feuchte, aggressive und vergleichsweise kühle Abgase abgegeben werden, ohne zu kondensieren und sauren Niederschlag zu bilden.
  • Anlagen zur Geruchsminderung (Odor Control): Verteilung des trotz Reinigung verbleibenden Restgeruchs aus Kläranlagen und Lebensmittelbetrieben, bevor er die Nachbarschaft erreicht.

Klassische Schirmhauben drücken das austretende Gas direkt nach unten auf das Dach; das erhöht den Gegendruck für den Ventilator und lässt die Korrosion auf dem Dach niedergehen. Der Jet-Cap dagegen wirft das Gas durch seine offene Mitte pfeilgerade nach oben. Bei Regen wird das eindringende Wasser über eigene Kanäle in der Innenwand nicht nach unten, sondern nach außen abgeführt.

Unsere Ingenieure führen anhand der Kaminhöhe und der maximalen Windgeschwindigkeit am Standort eine statische Finite-Elemente-Analyse durch. Wo nötig, wird der Kamin in einen epoxidbeschichteten Stahlturm gestellt oder mit Abspannseilen am Boden verankert.

Nein. Auf Grundlage der Umweltverträglichkeitsprüfung, der Vorschriften zur Luftreinhaltung in der Industrie und der vorherrschenden Windrichtungen wird die minimale sichere Höhe berechnet, bei der das Gas keine Verwirbelung um die Anlage erzeugt (Downwash).

Säureabzugshauben Der erste Kontaktpunkt an der Quelle der Emission

Hier beginnt der Kampf gegen die Emission im Betrieb. Unmittelbar über offenen Säurebecken, Rührreaktoren oder Arbeitstischen angeordnet, erfassen diese Hauben die toxischen Gase an der Quelle, bevor sie sich in der Hallenluft verteilen. Ihre ergonomische Bauweise lässt die Beschäftigten den Prozess gut einsehen und bedienen, während sie Gasaustritte nicht zulassen.

Säureabzugshauben
Säureabzugshauben — 2
Säureabzugshauben — 3
Säureabzugshauben — 4
Systemkomponenten
  • Grundkörper aus PP/PVDF: Eine korrosionsfreie Konstruktion gegen starke Verdampfung und direkte Säurespritzer, deren Innenneigung das Kondensat zurück ins Becken führt.
  • Transparente Sicht- und Bedienscheiben: Schiebefenster aus transparentem PVC oder Acryl mit Dämpfern, die unter Säuredampf nicht eintrüben und den Blick ins Becken freigeben.
  • Innenliegendes Leitblechsystem (Baffle): Luftleitwände im Inneren, die bei großen Hauben dafür sorgen, dass nicht nur in der Mitte, sondern über die gesamte Fläche gleichmäßig abgesaugt wird.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Manuelle und automatische Galvaniklinien: Örtliche Absaugungen über Gold-, Silber-, Nickel- und Zinkbädern, die den Atembereich des Bedieners schützen.
  • Probenvorbereitung im Labor: Tischhauben in Qualitätssicherung und Entwicklung, unter denen gefährliche Säureverdünnungen und Aufschlüsse durchgeführt werden.
  • Dampfreinigung und Entfettung: Schutzhauben, die verhindern, dass dichte, heiße Alkalidämpfe in die Halle ziehen und an den Decken Feuchtigkeit bilden.

Sehr unmittelbar. Eine zu weit offene Haube saugt statt des Prozessgases die saubere Hallenluft an und verlangt überdimensionierte, energiehungrige Ventilatoren. Eine richtig ausgelegte Haube, die bis über die Beckenränder reicht und die Luft führt, erreicht mit deutlich kleinerem Volumenstrom eine vollständige Erfassung.

In unserer Konstruktion ist die Haubendecke nicht flach, sondern nach innen geneigt. Kondensiert der Säuredampf an der Decke, rinnt er ohne zu tropfen an den Wänden zurück in das Becken oder in eigene Ablaufkanäle.

Bei Becken über einem Meter Breite reicht eine reine Deckenhaube oft nicht aus. Dann integrieren wir Push-Pull-Systeme, die an einer Beckenkante Luft einblasen und an der gegenüberliegenden absaugen, oder Randabsaugungen und bilden so einen Luftschleier.

Klappen und Absperrorgane Kunststoffarmaturen für Volumenstromregelung und Automatisierung

Das sind Kunststoffarmaturen, mit denen sich der Volumenstrom im Lüftungsnetz regeln, optimieren und automatisieren lässt. Sie dosieren die Luftmenge in den von den Hauptkanälen abzweigenden Strängen, sparen Energie, indem sie die Absaugung ungenutzter Prozessbereiche schließen, und ermöglichen die Absperrung im Notfall.

Klappen und Absperrorgane
Klappen und Absperrorgane — 2
Systemkomponenten
  • Gehäuse und Klappenblatt: Ein axiales Klappenblatt, das den Luftstrom absperrt, in einem Gehäuse aus druckfestem Polypropylen (PP) oder PVC.
  • Dichtsystem: In das Gehäuse eingelegte O-Ringe oder Lippendichtungen aus Elastomer (EPDM/Viton), die im geschlossenen Zustand eine Dichtheit bis zu 99 % erreichen.
  • Stellantriebe: Für einfache Anwendungen arretierbare Handhebel, für anspruchsvolle Anlagen SCADA-fähige pneumatische oder elektrische Stellantriebe mit stetiger Regelung.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Laborlinien mit mehreren Abzügen: Anlagen, in denen bei zentraler Absaugung nur die Klappen der geöffneten Abzüge automatisch aufgehen (VAV — variabler Volumenstrom) und so erheblich Energie sparen.
  • Fertigungslinien im Schichtbetrieb: Örtliche Regelstellen in Galvanikbetrieben, die die Absaugung stillstehender Becken schließen und die Leistung auf die aktiven Becken lenken.
  • Sicherheit und Absperrung: Automatische Verriegelungen, die bei Brand oder Gasaustritt einzelne Zonen sofort von den übrigen trennen.

Bei Metallklappen ist ein Festsitzen durch Korrosion unvermeidlich. In unseren Kunststoffklappen sitzen zwischen Klappenwelle und Gehäuse reibungsarme PTFE-Lager, und im Inneren liegt kein Metall frei. So arbeiten sie auch nach Jahren unter Säure so leichtgängig wie am ersten Tag.

Läuft Ihr Prozess konstant, also rund um die Uhr mit gleichem Volumenstrom, genügt eine Handklappe, die einmal eingestellt und arretiert wird. In dynamischen Betrieben mit wechselnder Auslastung und zu- und abgeschalteten Becken senken elektrische Stellklappen an der SPS, die mit drehzahlgeregelten Ventilatoren kommunizieren, Ihre Betriebskosten erheblich.

Gewöhnliche Blechklappen sind bauartbedingt nicht dicht. Industrielle Thermoplastklappen mit Dichtung legen sich beim Schließen vollständig in die Elastomerlager um das Klappenblatt und unterbinden den Übertritt von Säuredampf in andere Bereiche wie auch den Energieverlust zuverlässig.

Überlassen Sie die Luft Ihres Betriebs nicht dem Zufall

Von der Erfassung an der Quelle bis zum sicheren Ausstoß in die Atmosphäre: Holen Sie sich die passende Ingenieurunterstützung für dichte Lüftungstechnik, die auf Ihr Werkslayout abgestimmt und deren Druckverlust berechnet ist.

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