Unsere Produkte

Industrielle Kunststoffventilatoren und Prozessabluftsysteme.

Korrosive Gase unterbrechungsfrei, leise und mit hohem Wirkungsgrad fördern.

Das Herz jeder industriellen Lüftungsanlage ist der Ventilator.

Das Herz jeder industriellen Lüftungsanlage ist der Ventilator. Sind in der Abluft jedoch Schwefelsäure, Chlor, Schwefelwasserstoff oder aggressive Lösemitteldämpfe enthalten, oxidieren selbst epoxidbeschichtete oder aus Edelstahl 316L gefertigte Ventilatoren binnen kurzer Zeit, verlieren ihre Wuchtung und fallen gefährlich aus. Dort, wo Korrosion Metall zersetzt, kommen industrielle Säureventilatoren zum Einsatz: Gehäuse und Laufräder vollständig aus Thermoplast (PP, HDPE, PPs, PVDF) und aerodynamisch einwandfrei ausgewuchtet.

Säureventilatoren aus Polypropylen (PP) Rückwärtsgekrümmte Radialventilatoren als Industriestandard

Als Industriestandard der Säurelüftung verbinden PP-Radialventilatoren hohe mechanische Festigkeit mit breiter chemischer Beständigkeit. Durch das strömungstechnisch ausgelegte Spiralgehäuse und die rückwärtsgekrümmten Laufradschaufeln bleibt die Verwirbelung selbst bei großen Volumenströmen gering, sodass die Luft schwingungsarm und leise gefördert wird. In sauren Umgebungen, in denen Metallventilatoren binnen Wochen zerstört werden, arbeiten sie jahrzehntelang.

Säureventilatoren aus Polypropylen (PP)
Säureventilatoren aus Polypropylen (PP) — 2
Säureventilatoren aus Polypropylen (PP) — 3
Systemkomponenten
  • Spiralgehäuse und Laufrad ganz aus Polymer: Gehäuse und Laufrad aus PP, im Spritzguss oder mit Extrusionsschweißung nach deutschem DVS-Standard gefertigt und damit für Korrosion unerreichbar.
  • Getrennter Antriebsstrang: Dichte Wellendichtungen (V-Ring bzw. Gleitringdichtung) und Wellenschutzhülsen, die den Kontakt des korrosiven Gases mit dem Elektromotor zuverlässig ausschließen.
  • Schwingungsdämpfender Rahmen: Ein Motorrahmen mit korrosionsbeständiger Epoxidlackierung auf Verzinkung oder mit Edelstahllagern, der die mechanische Resonanz nicht ins Gebäude oder in die Kanäle einleitet.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Oberflächen- und Galvanikbetriebe: Förderung der konzentrierten Salz- und Schwefelsäuredämpfe aus den Push-Pull-Absaugungen über Beiz-, Zink-, Nickel- und Eloxalbecken zur zentralen Wäscherkolonne.
  • Reaktoren der Chemieproduktion: Dauerhafte und sichere Abführung der aggressiven Gase aus den Entlüftungen von Dosier- und Mischbehältern.
  • Industrielabore: Unterbrechungsfreie, drehzahlgeregelte Absaugung in zentralen Abluftanlagen, an die viele Laborabzüge angeschlossen sind.

Standard-PP-Säureventilatoren behalten mechanische Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit bei Dauergasströmen zwischen 0 °C und +80 °C vollständig. Liegen in Ihrer Anlage höhere Temperaturen an, etwa ab 100 °C, fertigen wir dieselbe Gehäusekonstruktion aus PPs oder PVDF.

Ja. Unsere rückwärtsgekrümmten Kunststofflaufräder, mit moderner Werkzeugtechnik und CFD-Analysen ausgelegt, erzeugen die von Ihrem Prozess geforderten hohen statischen Drücke — etwa 3.000 Pa und darüber — mit hohem aerodynamischem Wirkungsgrad und deutlich geringerem Energieeinsatz als Metallausführungen.

In unseren Konstruktionen sitzt der Elektromotor vollständig außerhalb des Gasstroms. Die Welle zwischen Laufrad und Motor wird mit Dichtungen aus Teflon oder säurebeständigem Polymer gegen das Gehäuse abgedichtet. So erreicht kein Säuredampf den Motor.

Unsere Laufräder werden in der Fertigung statisch und dynamisch nach ISO 1940 sehr genau ausgewuchtet. Da auf der Kunststoffoberfläche keine Säurekristalle haften und kein Masseverlust durch Korrosion auftritt, kommt es nicht zu der Unwucht, die Metallventilatoren mit der Zeit häufig entwickeln.

Säureventilatoren aus Polyethylen (HDPE) UV-stabilisierte Ventilatoren für den Außenbereich

Das sind Ventilatoren aus hochdichtem Polymer für Fälle, in denen der Prozess nicht nur chemisch aggressiv ist, sondern die Anlage zusätzlich harten Außenbedingungen ausgesetzt wird — starker Kälte und intensiver UV-Strahlung. Gerade bei Aufstellung auf dem Dach oder im Freigelände kann Standard-Polypropylen unter Sonneneinstrahlung mit der Zeit verspröden, während UV-stabilisiertes HDPE gegen Sonnenstrahlung, Frost (bis −40 °C) und raues Klima eine außergewöhnliche Formstabilität zeigt.

Säureventilatoren aus Polyethylen (HDPE)
Säureventilatoren aus Polyethylen (HDPE) — 2
Säureventilatoren aus Polyethylen (HDPE) — 3
Systemkomponenten
  • HDPE-Gehäuse mit UV-Additiv: Ein Spiralgehäuse aus hochdichtem Polyethylen, eigens für die Außenaufstellung formuliert und molekular gegen die zerstörende UV-Strahlung geschützt.
  • Laufrad für kaltes Klima: Schlagzähe HDPE-Laufräder, die auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht verspröden.
  • Motorschutz IP55/IP66 für den Außenbereich: Antriebe mit vollständig dichten Wetterschutzhauben gegen Regen, Schnee und Staub.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Kläranlagen: Abführung der konzentrierten Schwefelwasserstoff- und Ammoniakgase aus im Freien stehenden biologischen Becken, Schlammentwässerungsgebäuden und Pumpwerken.
  • Abluft von Gaswäschern im Freien: Ansaugen und Fördern an den Reingaskaminen von Wäscherkolonnen, die auf dem Dach oder im Freigelände stehen.
  • Dünger- und Biogasanlagen: Lüftungsstrecken mit hoher Belastung durch organische Säuren und Feuchte, die dauerhaft der Witterung ausgesetzt sind.

Schwarzes, UV-stabilisiertes PP hält im Freien eine Zeit lang stand, verliert bei strengem Frost aber seine Zähigkeit und wird schlagempfindlich. HDPE behält seine Zähigkeit selbst bei −40 °C und bildet auch bei langer UV-Belastung keine chemischen oder mechanischen Risse. Für Außenprojekte ist es der sicherste technische Kunststoff.

Sie ist nahezu gleich. Beide gehören zur Gruppe der Polyolefine und sind gegen Säuren, Laugen und Salzlösungen hervorragend beständig. Die Werkstoffwahl richtet sich daher weniger nach der chemischen Last als nach Umgebungstemperatur und Sonneneinstrahlung.

Nein. Die von uns verwendeten HDPE-Platten sind mit Industrieruß oder besonderen UV-Stabilisatoren durchgefärbt, sodass die Pigmente im gesamten Werkstoff sitzen. Auch nach Jahrzehnten in der Sonne bilden sich weder Oberflächen- noch Haarrisse.

Ja. Für hohe Leistungen werden die Wandstärken über die Finite-Elemente-Analyse berechnet und erhöht, und das HDPE-Gehäuse wird außen mit Stahl- oder Epoxidrippen verstärkt, sodass sich Ventilatoren für jeden Volumenstrom bauen lassen.

Schwer entflammbare Säureventilatoren (PPs) Selbstverlöschende Ventilatoren nach DIN 4102-B1 / UL94-V0

Wenn in Ihrem Prozess neben der Abführung aggressiver Gase auch der Brandschutz zählt und verhindert werden muss, dass Feuer über die Lüftungskanäle in andere Bereiche übergreift, sind Ventilatoren aus PPs (schwer entflammbarem Polypropylen) zwingend. Während gewöhnliche Thermoplaste nach dem Entzünden weiterbrennen können, verlöschen Werkstoffe nach DIN 4102-B1 oder UL94-V0 von selbst. Sobald die Zündquelle entfernt ist, hört das Gehäuse binnen Sekunden auf zu brennen und die Ausbreitung des Feuers wird unterbunden.

Schwer entflammbare Säureventilatoren (PPs)
Schwer entflammbare Säureventilatoren (PPs) — 2
Schwer entflammbare Säureventilatoren (PPs) — 3
Systemkomponenten
  • Selbstverlöschendes Gehäuse und Laufrad (Klasse B1): Hauptbauteile aus grau eingefärbtem PPs, dessen Rezeptur besondere Flammschutzadditive enthält.
  • Wellenlager mit Wärmebarriere: Besonders isolierte Verbindungselemente, die bei Brand oder Überhitzung die Wärmeleitung zwischen Motor und Laufradwelle unterbrechen.
  • Funkenfreie Konstruktion: Eine Einströmgeometrie mit minimiertem Reibungskoeffizienten, die selbst bei Streifen des Laufrads an der Einströmdüse keine Funken erzeugt.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Reinräume der Elektronik- und Halbleiterfertigung: Lüftungsanlagen in Zwischengeschossen von Chip- und Leiterplattenfertigungen, in denen aggressive Säuredämpfe abgesaugt werden und zugleich die strengsten Brandschutzauflagen gelten.
  • Chemieprozesse in geschlossenen Räumen: Sichere Abluftstrecken von Dosier- und Säureverdünnungsstationen in geschlossenen Hallen nahe den Fluchttüren.
  • Pharmazeutische und biomedizinische Labore: Korrosive Abzugsabsaugungen, die sich die Trasse mit den zentralen Klima- und Lüftungsschächten des Gebäudes teilen.

Kein Polymer ist vollkommen unbrennbar (mit Ausnahme von Teflon). „Schwer entflammbar“ heißt: Der Kunststoff brennt unter direkter Flammeneinwirkung, verlischt aber von selbst, sobald die Zündquelle entfernt wird, und trägt die Flamme nicht weiter, ohne brennend abzutropfen. Damit stoppt er die Ausbreitung eines Brandes über die Lüftungsleitung.

Nein. PPs behält die hervorragende Säure- und Laugenbeständigkeit von Standard-PP vollständig. Der Brandschutz wird angehoben, ohne dass die Korrosionsbeständigkeit leidet.

Durch die Flammschutzadditive ist PPs mechanisch etwas steifer als Standard-PP, und seine UV-Beständigkeit ist meist auf den Innenbereich abgestimmt. Zudem ist es teurer. Unsere Ingenieure treffen die passende Wahl anhand Ihres Aufstellorts und Ihrer Brandschutzauflagen.

ATEX- und Ex-Proof-Kunststoffventilatoren Antistatisch leitfähige Ventilatoren für Zone 1 & Zone 2

In der Petrochemie sowie in der Lack- und Lösemittelverarbeitung treten zwei große Gefahren gemeinsam auf: Korrosion und Explosionsgefahr. Gewöhnliche Kunststoffventilatoren laden sich im Betrieb durch Reibung statisch auf. Sind brennbare Lösemitteldämpfe wie Hexan, Toluol oder Wasserstoff in der Luft, kann ein winziger Funke vom Kunststoff die gesamte Anlage zerstören. Unsere Ex-Proof-Thermoplastventilatoren, vollständig konform zu den ATEX-Richtlinien für Zone 1 und Zone 2, sind durch ihren Kohlenstoffanteil elektrisch leitfähig und damit antistatisch. Die durch die Gasreibung entstehende Ladung wird über Laufrad und Gehäuse abgeleitet, sodass die Funkengefahr auf molekularer Ebene entfällt. So sind Sie zugleich vor der Korrosion durch Säuren geschützt und in explosionsgefährdeten Bereichen maximal sicher.

ATEX- und Ex-Proof-Kunststoffventilatoren
ATEX- und Ex-Proof-Kunststoffventilatoren — 2
ATEX- und Ex-Proof-Kunststoffventilatoren — 3
Systemkomponenten
  • Antistatisches Gehäuse mit Kohlenstoffanteil (PP-el / PE-el): Eine schwarz eingefärbte, elektrisch leitfähige Konstruktion aus Polypropylen oder Polyethylen mit einem Oberflächenwiderstand unter 106 Ohm.
  • Funkenfreier Einströmring (Spark-Free): Ein Sicherheitsring in der Einströmdüse aus funkenfreiem Werkstoff — meist Kupfer, Messing oder antistatisches Polymer — für den Fall, dass ein unwuchtiges Laufrad das Gehäuse streift.
  • ATEX-zertifizierter Ex-Proof-Motor: Druckfest gekapselte Elektromotoren für explosionsfähige Atmosphären (Zündschutzart Ex d, Ex e), die eigene Funken nicht nach außen tragen, samt Erdungsschienen.
Anwendungen in Branchen weltweit
  • Petrochemie und Lösemittelstrecken: Gaswäscher, in denen flüchtige organische Verbindungen wie Toluol, Aceton und Alkohole in hoher Konzentration auftreten und Korrosion mit Explosionsgefahr zusammenfällt.
  • Batterie- und Akkumulatorenfertigung: Sichere gleichzeitige Abführung von Schwefelsäuredampf und explosivem Wasserstoff aus Lade- und Entladeräumen.
  • Lack- und Firnisherstellung: Örtliche Absaugungen über geschlossenen Reaktoren, in denen brennbare Flüssigchemikalien gemischt werden.

Reine Thermoplaste sind hervorragende Isolatoren und laden sich statisch auf. Bereits bei der Rohstoffherstellung wird der Polymermatrix jedoch gleichmäßig leitfähiger Industrieruß oder werden Nanoröhrchen zugesetzt. Diese Additive bilden mikroskopische Pfade, über die der Strom fließen kann, sodass die Ladung sofort zur Erde abgeleitet wird.

Mit einem gewöhnlichen Kunststofflaufrad wäre es das. Die Laufräder unserer ATEX-Ventilatoren bestehen jedoch ebenfalls aus leitfähigem PP-el und sind über eigene Erdungsbürsten mit der Motorwelle verbunden. Auf keiner vom Luftstrom berührten Fläche kann sich statische Energie halten.

Die europäischen Normen teilen die Bereiche nach Konzentration und Auftretenshäufigkeit des explosionsfähigen Gases in Zone 0, Zone 1 und Zone 2 ein. Unsere Ventilatoren sind meist für die häufigsten industriellen Risikobereiche zertifiziert: Zone 1 (gelegentlich explosionsfähige Atmosphäre) und Zone 2 (selten). Die richtige Auswahl bestätigen unsere Ingenieure anhand Ihrer Prozessdaten.

Wie bei allen ATEX-Anlagen sind regelmäßige Erdungsmessungen (halbjährlich oder jährlich) und Kontrollen der Wellendichtung vorgeschrieben, um die elektrische Ableitfähigkeit sicherzustellen. Die mechanische Lebensdauer entspricht der unserer übrigen Kunststoffventilatoren.

Strömungsberechnung (CFD) und Ingenieurunterstützung für Ihre Anlage

Ein falsch ausgewählter Säureventilator verschwendet nicht nur Energie: Durch unzureichende Absaugung gelangen toxische Gase in die Halle und gefährden die Gesundheit der Beschäftigten. Für die Wahl des passenden Polymergehäuses, die vollständige Berechnung der Druckverluste und den Aufbau sicherer Abluftstrecken sprechen Sie bitte mit unseren Verfahrensingenieuren.

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